Bumm! Bumm! 'G.I. Joe: Retaliation' Superbowl TV Spot


Der Superbowl rückt immer näher, da kommt auch die Filmpromotion etwas in die Gänge. In diesem Fall jene zu G.I. Joe: Retaliation. Der Superbowl-Spot zum Sequel (480p/720p/1080p) macht wieder massig Laune – nicht nur auf den Film selbst, sondern auch auf die Sommerblockbuster-Season, die angesichts der aktullen Temperaturen noch in weiter Ferne liegt. Hierzulande ist es am 19. Juli so weit.


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Sehr netter Trailer zu 'G.I. Joe 2: Retaliation'

Ich muss gestehen, dass ich G.I. Joe: The Rise of Cobra bis heute nicht gesehen habe. Ja, ich! Das dürfte sich angesichts des Trailers zum Sequel aber schnell ändern, denn G.I. Joe 2: Retaliation sieht nach einem sehr feinen Actionkracher aus. Bruce Willis, The Rock, Tanning Chatum, Ray Stevenson, Ray Park, Arnold Vosloo Lee Byung-hun und Walton Goggins – noch Fragen? Nur beim Regisseur bin ich noch etwas unschlüssig, denn Jon M. Chu hat bisher für Filme wie Justin Bieber: Never Say Never oder Step Up 3D verantwortlich gezeichnet … Deutscher Start ist am 19. Julia 2012.

(Via PEWPEWPEW, dem alten hater)


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Michael Bays Spinning Shot Supercut

Unter seinem richtigen Namen, nämlich 'Spinning Shot' (Kamerafahrt aus der Untersicht), kennen ihn vielleicht nur wenige, aber wer den wohl beliebtesten Shot Michael Bays einmal gehesen hat, der weiß wovon die Rede ist. Screen Junkies hat diese Einstellungen gesammelt und in einem Supercut zur Trailer-Musik aus Independence Day zusammengefasst. Das Eregbnis ist – wie dem Titel zu entnehmen – in der Tat episch.

(Via filmbeef)


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Michael Bay, Fetische, Weltsichten und das Militär


Einer der interessantesten Aspekte, wenn es um Michael Bays filmisches Å’uvre geht, ist sicherlich sein Hang zur Technik und deren Hochglanzinszenierung. Viele sprechen in dieser Hinsicht von einem Fetisch, was angesichts seines jüngsten Filmes, Transformers: Revenge of the Fallen, sogar durchaus zutreffen mag. Den interessantesten Aspekt, abseits von der Sexualisierung des Plots samt seiner Infantilität (die m.E. sowieso Spielberg zuzuschreiben ist), bildet Bays Zusammenarbeit mit den Streitkräften und deren engsten Verbündeten, den Rüstungsfirmen. Es verwundet nicht, wenn man im Abspann eine ellenlange Liste von beteiligten Rüstungsfirmen liest, die natürlich die tüchtigsten und größten in diesem Bereich aufführt. Neben dem obligatorischen Dank an das beteiligte Militärpersonal (in Form von Beratern, Waffenexperten, etc.), gibt es auch einen speziellen Dank an 'All Men and Women of the U.S. Armed Forces'.

Das ist nicht etwa nur ein feiner Schachzug Bays an seine Helfer, sondern auch ein deutliches Zeichen seiner Ideologie, die nicht nur hier, sondern in allen seinen Filmen immer wieder zum Vorschein kommt. Ähnlich wie im ersten Teil manifestiert sich dies nicht nur in der heroischen Darstellung der Streitkräfteangehörigen, sondern auch in Form des karikierten Politikers. Die rechte Hand von Präsident Obama (der einige Male wörtlich genannt wird) ist es hier, die – wie bereits der Präsident aus dem Ersten (eine Karikatur George W. Bushs) selbst – nicht nur lächerlich daherkommt, sondern die auch verspottet wird. Dies zeigt sich nicht nur in seiner Ausdrucksweise ("You are paid to fight, not to talk, soldier!"), sondern auch in Bays Darstellung selbiger. Da wird von langer Hand geplant, dass die Politik buchstäblich über Bord geworfen wird, denn am Ende weiß ja doch der Soldat am besten, was im Krieg zu tun ist.

Ein bekanntes Muster, schaut man sich einmal beispielsweise The Rock an, der ein ähnliches Szenario spinnt. Auch wenn die Gefahr vom Soldaten selbst ausgeht – einem äußerst ehrenvollen zudem -, sind Zivilisten dennoch völlig hilflos ohne das Militär (ohne zu weit abschweifen zu wollen, ist es das Militär, welches das Wissen und die Technik zur 'Lösung' des Problems hat; ferner sind es die Militärs, die sich selbst in der Krise noch ehrenvoll begrüßen und ansprechen – schließlich schweißt der gemeinsame Dienst [hier: Panama, Desert Storm] zusammen; der Höhepunkt ist dabei sicherlich der Dialog zwischen Michael Biehns Commander Anderson und Ed Harris' General Hummel [vom Drehbuchschnitzer des Steines mal ganz abgesehen]). Das verblüffende ist dabei sicherlich, dass der Politiker mit dem, was er da von sich gab, gar nicht unbedingt so falsch lag. Doch wenn Kameraden in Gefahr sind, dann ist jedweder Auftrag (hier: der Rückzug) egal, es gilt der Kamerad, der in Gefahr ist und der Unterstützung braucht.

Da ist es auch egal, wenn man dafür ausländisches Hoheitsgebiet penetriert und jegliche kulturelle Errungenschaft außer Acht lässt (sowieso ist dieser ein ebenfalls interessanter Aspekt, denn Bay zerstört nicht nur Pyramiden, sondern auch Bibliotheken und andere Kulturgüter). Schließlich geht es aber auch um das Fortbestehen der Menschheit und ihrem Planeten. Bei Bay heiligt der Zweck stets die Mittel, er fragt auch gar nicht erst, wie einst Robert McNamara "How much evil must we do in order to good?", sondern lässt die Militärmaschinerie heißlaufen. Diese fährt dann auch alles auf, was gut und teuer ist. Durfte Lockheed Martin im Ersten noch stolz die F-22 präsentieren, steht ihr die gute alte F-16 im Zweiten zur Seite. Diese fliegen natürlich stets in Formation und von der Sonne buchstäblich lackiert. Erstmals darf sogar die B-1 (Stückpreis 200 Millionen Dollar) mitspielen, denn schließlich sind die Decepticons zahlreicher geworden.

Auch die Streitkräfte sind zahlreicher geworden, zumindest ihre Kampfkraft. Konnten sie im ersten Teil noch kaum etwas anrichten, kämpfen sie hier Seite an Seite mit den Autobots (die wiederum auch stets betonten, dass sie Soldaten seien) und können deutlich mehr Schaden anrichten als noch zwei Jahre zuvor. Bay fährt in der letzten halben Stunde also fast alles auf, was die (Teil-)Streitkräfte zu bieten haben: Flugzeuträgerverbände, Kreuzer, Panzer, Predatordrohnen und natürlich auch Helikopter, die meist jedoch dran glauben müssen (dekonstruiert Bay hier etwa seinen eigenen Mythos?). Diese Zurschaustellung von militärischer Überlegenheit – sowohl in der Filmwelt, als auch im realen Leben – befriedigt nicht nur Bays Technikfetisch und veranschaulicht dem Rezipienten zudem seine Weltsicht, sondern hat ganz klar auch ökonomische Vorteile.

Wohingegen viele Filmproduktionen teures Gerät leihen müssen, stellen es Bay die Streitkräfte zur Verfügung, dass er sie laut Aussagen stets in einem äußerst positiven Licht hat erscheinen lassen. Des Weiteren dürfte es natürlich auch die Rekrutierungszahlen ansteigen lassen, ist die Zielgruppe des Ganzen doch schließlich männlich und in wenigen Jahren im wehrfähigen Alter. Mehr Fliegen kann man also nicht mit einer Klappe schlagen. Auch das Pathos, dessen sich Bay immer wieder gerne bedient, verlangt nach dem Militär. Seine enge Verzahnung mit dem Patriotismus, der wiederum mit dem inszenatorischen Pathos einher geht, ist omnipräsent. Bay liebt es seine Figuren in Zeitlupe laut schreien zu lassen, um Kameraden – ja, auch Sam ist einer, man denke nur an Major Lennox' Worte "You're a soldier now!" – zu trauern und dabei den Krieg stets im Hintergrund laufen zu lassen.

Krieg, das ist in Bays Kosmos ein einziges großes Indianer-und-Cowboy-Spiel, das einer gewissen Romantik nicht entsagt und in der Mise-en-scène auch genau so eingefangen wird – in Zeitlupe, meist ohne Dialoge, aber mit lauter orchestraler Musik, die das Ganze zusätzlich verklärt und romantisiert. Sowieso zeigt sich Bays Sicht auf die Welt buchstäblich an der Oberfläche – da sitzen in der Vorlesung nur Models, Megan Fox schraubt am Motorrad rum und beschmutzt sich dabei mit Öl und Eltern sind gefangen zwischen Fortschritt und Reaktion. Das macht Michael Bay sicherlich zu einer der interessantesten Personen Hollywoods, egal, wie man das alles nun werten mag.


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»I'm a pimp… and pimps don't commit suicide.«

Southland Tales
(Richard Kelly, USA/Deutschland/Frankreich 2006)
DVD

Ein Regisseur muss schon sehr von seinem Werk überzeugt sein, wenn er nach vernichtenden Kritiken in Cannes seinen Film so gut wie komplett umschneidet und um ganze 20 Minuten kürzt. Schaut man sich Kellys Southland Tales an, so verwundert es einerseits nicht, dass er in Cannes hauptsächlich negativ rezipiert wurde und andererseits verwundert es auch absolut nicht, dass Kelly wohl selbst nicht genau wusste, was das Ganze jetzt eigentlich soll. Es geht um das Ende der (westlichen) Welt, Krieg und Zerstörung prägen das tägliche amerikanische Leben, was Kelly anfangs auch noch recht gut zu veranschaulichen gelingt, auch wenn Justin Timberlakes (was soll das eigentlich, der Mann kann singen wie kein zweiter, ja, aber schauspielern?) Stimme aus dem Off bereits nach wenigen Minuten nervtötend wird. Die immer dichter werdende Vernetzung der Medien, die Überwachung durch den Staat, das alles gelingt Kelly in den ersten 30 Minuten ziemlich anschaulich darzustellen und zu kritisieren, und auch die diversen religiösen respektive biblischen Anleihen weiß er geschickt zu verarbeiten und für die Kritik zu nutzen – auch wenn nie richtig klar wird, gegen wen oder was Kelly sich nun eigentlich auflehnen will.

Wobei wir auch gleich bei der Krux der ganzen Sache wären, nämlich dem Gehalt von Southland Tales. Bis zu einem gewissen Punkt ist es nicht allzu schwer, der Handlung zu folgen, so wirr, abstrus und Genre übergreifend diese auch sein mag. Spätestens dann, wenn der Film die 1-Stunden-Marke erreicht, scheint Kelly den Hebel endgültig umzulegen und in selbstverliebtes, pseudo-intellektuelles Erzählkino umzuschwenken. Dabei lässt er seine Darsteller nicht nur Monologe von vermeintlich metaphorischer Größe von sich geben, sondern fügt auch noch eine Art Musicalszene ein, die mit Abstand eine der schlechtesten Musikeinlagen seit Jahren markiert – das tut richtig weh! Damit ist das Schicksal von Southland Tales dann quasi endgültig besiegelt, denn auch wenn alles langsam aber sicher auf den Höhepunkt hinausläuft, der unspektakulärer nicht sein könnte, so hat man sich bis dahin doch mehr aufgeregt, als man eigentlich vorhatte. Positiv, zumindest im Ansatz, bleiben da dann nur noch einige wenige Darsteller, allen voran The Rock, der doch mehr zu können scheint als nur Wrestling und Hau-Drauf-Filmchen. Gleiches gilt auch für Stiffler Sean Williams Scott, der zwar den miesesten aller Charaktere mimen darf – pardon, nach Timberlakes natürlich -, aber dennoch eine wirklich gute Leistung abgibt.

Auch wenn ich Kellys Donnie Darko für leicht überschätzt halte, so hat er im Vergleich zu Southland Tales damit doch ein wahres Meisterwerk abgeliefert, das bisweilen zwar ebenso hanebüchen ist – es sind einige Parallelen zwischen den beiden Filmen zu erkennen -, aber dennoch um einiges kohärenter und intelligenter. Wenn im Laufe des Filmkonsums eines lernt, dann, dass vermeintliche Spitzenkritiker auch mal daneben liegen können. Nur, wenn die Stimmen nahezu identisch sind, dann sollte einem das dennoch zu denken geben. Man kann es aber auch positiv sehen, denn welcher Regisseur hat schon eine ausnahmslos weiße Weste? Und wenn der Tiefpunkt Kellys schon jetzt vorliegt, dann kann es ja nur noch besser werden – denn hier ging nicht die Welt unter, sondern ein Regisseur. Und bevor jemand fragt: Die zwei Punkte gibt es für Christopher Lambert und Sarah Michelle Gellars Song. (2/10)


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