Re-enacting War Crimes: 'The Act of Killing' Doku Trailer

Indonesien, 1965: Bei einem Militärputsch sterben mehr als 1 Millionen Menschen. Drei der dafür verantwortlichen Kriegsverbrecher stellen nun ihre Kriegsverbrechen nach, und zwar für die Doku The Act of Killing, die in Toronto zu sehen war und für mehr als nur gemischte Reaktionen sorgte. Was absolut insane klingt, ist es auch, lauscht man den Worten der Jungs von Film Junk ("It's the weirdest and craziest thing I saw at TIFF, it was insane!"). Es handelt sich im Prinzip um American Movie – mit dem Unterschied, dass es sich bei den Filmemachern um Massenmörder handelt, die nie für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen wurden.

Schaut man sich den Trailer zur Doku an, die von Werner Herzog und Errol Morris produziert wurde, dann stellt man schnell fest, dass es sich hierbei um harten Tobak handelt, denn die Männer gehen ganz offen mit dem um, was sie getan haben und sind nicht selten stolz darauf. Darf man lachen? Darf man den Film überhaupt gut finden? Fragen, die sich viele nach der Sichtung in Toronto stellten. Fest steht jedenfalls, dass es sich bei diesem Projekt um einen äußerst interessanten Film handelt, der in meiner Must-Watch-Liste sofort um einige Plätze nach oben geklettert ist.


Tags , , , , , , , , , , , ,

Das verlorene Paradies: 'West of Memphis' Doku Trailer

Amy Berg (Deliver Us from Evil) hat sich dem Fall der 'West Memphis Three' angenommen und den Fall der drei Jugendlichen, die 1993 drei Jungen ermordet haben sollen. Wer Paradise Lost: The Child Murders at Robin Hood Hills und Paradise Lost 2: Revelations gesehen hat, der weiß, um welchen Fall es sich handelt. Und wer sie noch nicht kennt: Nachholen, das sind zwei der eindringlichsten Dokumentationen, die ich bisher gesehen habe! Zwar habe ich Paradise Lost 3: Purgatory noch nicht gesehen, aber die Morde an den drei Jungen sind bis heute nicht aufgeklärt. Das reichte als Grund wohl aus, weshalb Berg nun eine weitere Doku zum Fall gedreht hat, in der natürlich auch wieder die drei selbst zu Wort kommen.

West of Memphis feierte gerade in Toronto Premiere, und Jay vom Documentary Blog – großer Fan der Paradise Lost-Trilogie – war einmal mehr angetan von der never ending story. Regulärer Start in den USA ist der 25. Dezember. Zu uns wird es der Film wohl genauso wenig schaffen wie Paradise Lost 3: Purgatory (immerhin sind die ersten beiden Filme hierzulande auf DVD erhältlich). Produziert hat das Ganze übrigens Peter Jackson mit seinem WingNut Films-Studio.


Tags , , , , , , , , , , , , ,

Neuer 'The Raid' Trailer tritt Ärsche! Do Want! Now!

Der erste US-Trailer zu The Raid (Serbuan maut), den Twitch-Chef Todd Brown mitproduziert hat, ist erschienen. Der kommt natürlich ohne einen einzigen Tropfen Blut aus, tritt dafür aber kein bisschen weniger Ärsche! Meine Fresse, wenn ich das sehe, glaube ich sogar ausnahmsweise den Zitaten im Trailer: Das könnte in der Tat die größte Actionsause der letzten Jahrzehnte werden! Ich will den sehen – JETZT!


Tags , , , , , , , , , , ,

Neuer Trailer zum indonesischen Knaller 'The Raid'

Im September erschien der Trailer zu einem Must-See 2012, dem indonesischen Actionkracher The Raid, der dieses Jahr bereits in Toronto zu sehen war. Und auch der neue Trailer gibt die Richtung erneut vor. Sony, die die Rechte für Nordamerika erworben haben, bringen den Film dort im nächsten Jahr in die Kinos. Im Januar wird das flick wohl in Sundance zu sehen sein, für den Rest der Staaten gibt es noch keinen verbindlichen Termin. Zu uns wird er es wohl eh nicht uncut schaffen, hoffen wir also, dass er es 'drüben' schnell auf BD schafft.

(Via Affenheimtheater)


Tags , , , , , , , , , ,

Mormonen, Sex-Spielchen und der Boulevard: 'Tabloid'


Dass Schönheitsköniginnen und Missionare im Dienste der Mormonen nicht unbedingt eine gute Paarung sind, dürfte jedem bewusst sein, der einmal mit einem der beiden Typen Mensch in Kontakt gekommen ist. Der einen geht es um den Erfolg und ihr Äußeres, dem anderen um das Leben nach dem Tod, wenn er schließlich zur Gottheit werden soll. Gegensätze ziehen sich bekanntermaßen ja aber auch an. Manchmal zumindest. So auch im Falle von Ex-Miss Wyoming Joyce McKinney und dem jungen mormonischen Missionar Kirk Anderson. Angeblich war es Liebe auf den ersten Blick, so stellt es zumindest Joyce McKinney dar, der sich Errol Morris' jüngste Doku Tabloid annimmt. Doch es ist nicht nur McKinneys Sicht der Dinge, der Morris Platz einräumt, es sind auch die 'Mitverschwörer' und englische Journalisten, die zu Wort kommen und ihre Version der Geschichte erzählen. Letztere sind für den Skandal, der eigentlich keiner ist, darf man McKinney glauben, maßgeblich verantwortlich, lieferten sich Daily Mirror und Daily Express doch eine erbitterte Schlacht um den vermeintlichen Mormonen-Sex-Skandal, der alles beinhaltete, was der Boulevard so liebt: Eine hübsche junge Frau, eine Entführung, Vergewaltigung und diverse Sexspielchen. Während sich die Regenbogenpresse mit Schlagzeilen versucht gegenseitig zu übertrumpfen, ist der Leidtragende wie immer das Objekt der Begierde (hier sogar buchstäblich).

Morris' Film beginnt mit der Version Joyce McKinneys, die ausführlich zu Wort kommen darf und der man ob ihrer Emotionalität sofort jedes Wort glauben mag. Sie habe natürlich gewusst, dass sein Glaube ein Hindernis sei, aber es sei doch schließlich Liebe gewesen. Liebe, die Kirk erwiderte – bis er nach England als Missionar abberufen wurde und dort laut McKinney einer Art Gehirnwäsche unterzogen wurde. Da beschloss sie kurzerhand nach England zu fliegen und ihn mit einigen Gehilfen zu entführen (inklusive einer Fake-Pistole) – beziehungsweise zu befreien. Danach gaben sie sich auf einem Landsitz einige Tage der Lust hin. Und von dort an gab es natürlich kein Zurück mehr für den jungen Mormonen. Schon bald sollte auch der Boulevard davon Wind bekommen, denn schließlich wurde McKinney mit Haftbefehl gesucht und letztlich auch geschnappt. Bis hierhin sind die Geschichten aller Parteien auch nahezu deckungsgleich. Doch als wäre diese Geschichte noch nicht verrückt genug, sollte der ganze Skandal noch deutlich skurrilere Züge annehmen, in dessen Verlauf es dann nur noch Verlierer gibt – vielleicht nicht ökonomisch, aber definitiv emotional.

McKinney gesteht im Laufe des Interviews mit Morris, der hier explizit nachfragt und mit Begrifflichkeiten weiterhilft, dass sie alles andere als ein Unschuldslamm ist. Und dennoch war die Motivation hinter allem, was sie getan hat, doch einfach nur unbändige Liebe. Sie ist gezeichnet, nicht nur physisch durch mehrere Hundeangriffe und Boulevard-Journalisten, sondern auch durch die Geschichte selbst, die ihr noch immer äußerst nahe geht, ja sie sogar bis kurz vor den Suizid trieb. Und dennoch ist diese Frau nicht unterzukriegen, denn etwas Stolz schimmert in ihren Worten immer auch mit. Bei vielen Details kann sie sogar herzhaft lachen, feiert sie ein Stück weit doch auch ihre Intelligenz und Durchtriebenheit, aus der sie zu keinem Zeitpunkt ein Geheimnis macht. Tabloid ist ihr weniger Projektionsfläche, als vielmehr eine Art Katharsis, die ihr dabei hilft, dieses Lebenskapitel ein für allemal abzuschließen. Weniger damit abgeschlossen zu haben, scheinen die Journalisten, die noch immer davon erzählen, als wäre es erst gestern und nicht in den Siebzigern passiert. Noch immer brüskieren sie sich damit, wie effektiv und besser ihr jeweiliges Medium gearbeitet habe. Und genau hierin liegt auch die Kraft von Tabloid, rollt der Film doch nicht nur einfach eine alte Boulevard-Geschichte wieder auf, sondern zeigt er damit deutlich, wie der Boulevard auch heute noch funktioniert.

Es ist egal, welchen Wahrheitsgehalt eine Geschichte hat, so lange sie sich gut verkaufen lässt und das 'Opfer' immer wieder nachlegt (freiwillig oder unfreiwillig). Dabei bleibt sich Morris auch selbst treu, ist er doch immer auch an verschiedenen POVs interessiert, die sich nicht immer zu einem kohärenten Ganzen zusammensetzen lassen. Dass er seinen talking heads dabei das entlocken kann, was er ihnen entlockt, ist beeindruckend und professionell zugleich. Tabloid ist ein wahres Wechselbad der Gefühle: Einmal fühlt man Mitleid, dann wieder Verachtung und wieder ein anderes Mal will man sie einfach alle nur dazu bringen, dass sie ihren Mund halten und die Geschichte endlich ruhen lassen. Dass nach der Geschichte aber oft vor der Geschichte ist, zeigt Tabloid schließlich, wenn er dem Ganzen noch eines draufsetzt und einen kurzen Exkurs über geklonte Hunde macht, die McKinney bis heute Partnerersatz sind. Und dann noch dieser südkoreanische Arzt, der die undurchsichtigste aller Interviewpartner ist – mit Tabloid beweist Errol Morris einmal mehr, warum er solch eine Institution im Genre ist. (8.5/10)


Tags , , , , , , , , , , , , , , ,

Trailer zu Nick Broomfields Doku 'Sarah Palin: You Betcha!'

In Toronto hat Dokufilmer Nick Broomfield gerade seine neue Doku Sarah Palin: You Betcha! vorgestellt. Darin geht es, wie der Titel impliziert, um Sarah Palin und ihre Politik, die für viele nichts mit Politik, sondern mit einer Seifenoper zu tun hat. Dieser Meinung ist auch Broomfield, weshalb er Palin fast schon jagt, wie es im Trailer den Anschein hat. Natürlich sieht das nicht wirklich nach einer ernsthaften Doku aus, vielmehr dürfte die Moore-/Spurlock-Fraktion auf ihre Kosten kommen. Bert Rebhandel, der ihn beim TIFF gesehen hat, sieht das ähnlich. Ich glaube, die Doku schafft es nur über den großen Teich, wenn Palin tatsächlich Präsidentschaftskandidatin der Republikaner werden sollte …

(Via Nerdcore)


Tags , , , , , , , , , , , , , ,

Trailer zum französischen Thriller 'Sleepless Night'

Toronto, immer wieder Toronto. Noch bis zum 18. September zeigt das TIFF die derzeit zumindest von mir heiß ersehntesten Film für den Rest des Jahres (viele davon werden es wohl erst im nächsten Jahr zu uns schaffen). Die letzten Filme, deren Trailer ich hier vorgestellt habe und die ich nun mit dem Trailer zu Frédéric Jardins Thriller Sleeples Night (Nuit blanche) ergänzen will. Nachdem der Film für /Film-Chef Peter Sciretta "one of the best contained action thriller in years" ist, habe ich mir den knapp vier Minuten langen Trailer mal angeschaut (normalerweise bin ich ja äußerst skeptisch bei solch langen 'Trailern', aber der hier lohnt wirklich). Das sieht in der Tat ziemlich groß aus – erst recht, wenn ich Sciretta weiter lese, der den Film für eine Mischung aus Die Hard, 24 und Taken bezeichnet. Hach, TIFF – können wir dich gegen die Berlinale eintauschen? Birol Ünel ist übrigens auch mit von der Partie. Frankreich-Start ist am 16. November.


Tags , , , , , , , , , , ,

Trailer zum indonesischen Actionkracher 'The Raid'

Boah, was geht denn gerade in Südostasien!? Erst der geile Trailer zu Pen-Ek Ratanaruangs Headshot, heute der Trailer zum indonesischen Actionkracher The Raid, der mich gerade total geflasht hat. Bereits die Prämisse verspricht reichlich Action: Ein SWAT-Team kämpft sich Stock für Stock durch einen Gebäudekomplex voller Drogenlords, in den sich sonst kein Mensch traut … Läuft ebenso wie Headshot gerade in Toronto (mann, haben es die Kanadier gerade gut!) und startet in Indonesien am 19. Januar 2012. In den USA hat Sony bereits die Recht erworben. Hoffen wir also, dass es der Film schnell auf DVD/BD schafft!

(Via Fünf Filmfreunde)


Tags , , , , , , , , ,

Upside Down in Thailand: 'Headshot' Trailer


Pen-Ek Ratanaruang hat uns 2003 mit seinem Last Life in the Universe beglückt, einer Mischung aus Romanze, Drama und Komödie. Nun scheint er mit seinem neuen Film eher in Hong-Kong-Gefilde abzudriften, denn der erste Trailer zu Headshot (MP4, ordentliche Qualität) sieht stark nach einem knallharten Actioner Marke Johnnie To aus – wenn nicht sogar noch besser. Ein straighter Cop wird darin von einem Politiker hintergangen und für einen Mord verantwortlich gemacht, den er nicht begangen hat. Er arbeitet fortan als Killer für eine undurchsichtige Organisation. Ihm wird eines Tages in den Kopf geschossen – er überlebt und sieht die Welt fortan auf dem Kopf … Fon Tok Kuen Fah, so der Originaltitel, ist demnächst in Toronto zu sehen und ein weiterer Grund dafür, weshalb es in den nächsten Wochen für Filmfreunde wohl keinen besseren Ort als die kanadische Metropole gibt.

(Via AHT/Twitch)


Tags , , , , , , , , ,

US Trailer zu Cronenbergs 'A Dangerous Method'

In Venedig feiert er in diesen Tag seine Premiere, in Toronto wird er ebenfalls bald zu sehen sein, bis er allerdings nach Deutschland kommt, dauert es leider noch etwas. David Cronenbergs Freud/Jung-'Biopic' A Dangerous Method hat einen neuen Trailer, nämlich den domestic US-Trailer, der einmal mehr große Lust (welch passendes Wort hier) auf mehr macht. Auch das frisch erschienene Poster sieht gar nicht mal übel aus. Deutscher Start ist nicht wie beim ersten Trailer erwähnt der 11., sondern der 10. November.

(Via /Film)


Tags , , , , , , , , , , , , ,