Die Gewinner der 'Switch' DVD Verlosung


Eine ganze Woche hattet Ihr Zeit und – das muss ich gleich voran schicken – ich bin platt! Innerhalb dieser Woche habe ich mehr als 100 neue Fans für Equilibrium auf Facebook gewinnen können. Zudem gab es stolze 57 Kommentare zum Artikel, so viele wie noch bei keinem Gewinnspiel. Dafür ein ganz großes Dankeschön an Euch alle. Genug geredet, kommen wir zu den glücklichen Gewinner der vier DVD-Pakete. Random.org hat Glücksfee gespielt und die folgenden vier Personen buchstäblich beglückt:

Manu (Switch)
Andreas (Switch)
Christine (Switch Reloaded)
Alkmar (Switch Reloaded)

Herzlichen Glückwunsch, liebe Gewinner! Allen anderen, die dieses Mal leider leer ausgegangen sind, danke ich für ihre Teilnahme und möchte sie einmal mehr auf die nächste Verlosung vertrösten.


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Gewinnt 'Switch' & 'Switch Reloaded' DVD Pakete!


Kaum ist das letzte Gewinnspiel beendet, steht wie versprochen auch schon das nächste in den Startlöchern. Pünktlich zur Veröffentlichung von Switch Best of Vol. 1 & 2 und Switch Reloaded Vol. 4 auf DVD, hat Turbine einige dieser Scheiben zur Verfügung gestellt, die Ihr nun gewinnen könnt. Ganze vier Pakete gibt es zu gewinnen: 2x Switch Best of Vol. 1 & 2 und 2x Switch Reloaded Vol. 4. Natürlich gibt es auch die Pakete, wie alles andere auf der Welt, nicht umsonst.

Was Ihr dafür tun müsst, ist aber recht simpel, drei Möglichkeiten stehen Euch dafür zur Verfügung: 1. Hinterlasst einen Kommentar oder 2. Markiert den Post bei Equilibrium auf Facebook mit 'Gefällt mir' und kommentiert den Link oder 3. Veröffentlicht den folgenden Tweet und verlinkt in anschließend hier in den Kommentaren: RT @EquilibriumBlog Gewinnt eines von vier DVD-Paketen zu "Switch": http://bit.ly/dilrZb. Zeit dafür bleibt Euch bis Dienstag, 31. August, 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Viel Glück Euch allen!


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'The Texas Chain Saw Massacre' 35th Anniversary Blu-ray


Gibt es einen Gewaltausbruch in unserer Gesellschaft, sei es ein Amoklauf oder ein Schüler, der seine Lehrerin auf offener Straße ersticht – man fragt sich stets nach dem Warum. Dieses Warum ist aber oftmals nur schleierhaft auszumachen, findet kaum rationale Gründe oder bleibt schlichtweg im Dunkel. Es muss aber ein Schuldiger her, und sei es nur für die Medien, denn solch eine Tat geschieht niemals ohne einen Grund. Warum sind Menschen immer und immer wieder zu solchen Taten in der Lage? Warum konnten die Taten nicht im Vornherein erkannt oder gar verhindert werden? Eines ist sicher: die menschliche Seele steckt bisweilen voller Abgründe, die sich zwar nur selten offenbaren, wenn sie sich aber offenbaren, dann auf signifikante Art und Weise. Tobe Hoopers The Texas Chain Saw Massacre geht diesem Phänomen, einem Amoklauf eines vermeintlich Irren, aber nicht auf den Grund, sondern macht es erfahrbar. Sein Film beginnt mit kurzen Bildern von Leichenteilen, die sich mit komplett schwarzen Frames abwechseln. Etwas Schreckliches wird suggeriert, etwas Widerwärtiges, das jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Erklärung findet. Hooper präsentiert im Verlauf des Filmes stattdessen nur noch mehr fragile Seelen, Rednecks, die im texanischen Hinterland ihr Unwesen treiben, teils degeneriert und mit einer unheimlichen Aura versehen.

Im Kontrast dazu stellt uns Hooper 'normale' Menschen zur Seite, Sally (Marilyn Burns) und ihren invaliden Bruder Frank (Paul A. Partain), die trotz ihres Hippieerscheinungsbildes eine jugendliche Unschuld ausstrahlen, die ihnen zum Verhängnis werden soll. Langsam geht Hooper sein Terrorkino an, liefert immer wieder einzelne Bilder, die die Unheimlichkeit des Ganzen heraufbeschwören, aber dennoch mehr suggestiv als explizit sind. Sei es das tote Gürteltier auf der Straße gleich zu Beginn oder der Knochenschmuck, der das Haus bereits von Außen morbide schmückt. Bei alledem zieht sich eine Statik durch Daniel Pearls Bilder, von der eine gewisse Schönheit ausgeht, kann die texanische Einöde doch zu Teilen durch ihre schöne Natur begeistern. Es gibt so gut wie keine schnellen Kameraschwenks oder hektischen Schnitte, es ist die Ruhe vor dem Sturm. Es dauert eine ganze Weile bis die mittlerweile zur Ikone gewordene Figur Leatherface (Gunnar Hansen) ihren ersten Auftritt hat und gleichzeitig ihr erstes Opfer auf den Metzgertisch legen darf. Den Hammer auf den Kopf oder das rohe Fleisch auf den Haken aufgespießt, schon ist der Spuck vorbei. Keine langen und blutigen Einstellungen von Qualen, wie sie heutzutage immer selbstzweckhafter Einzug ins Horrorkino finden. Vielleicht sind es ebenjene wenig explizite Bilder, die das wahre Grauen ausmachen, fordern sie doch buchstäblich unsere Imagination heraus. Selbst die Schreie von Pam (Teri McMinn) verhallen recht schnell, hat Leatherface sein Werk erst einmal vollendet.

Der menschliche Körper, reduziert auf das Fleisch, was sich allein in Pams Kleidung manifestiert, die nur spärlich vorhanden ist. Wenn sie sich in einer Szene dem Haus nähert, folgt Kameramann Pearl ihr langsam von hinten, so dass es den Anschein hat, als trage sie außer einer Hose keinerlei Kleidung. Es ist viel Fleisch zu sehen, Fleisch, das Erinnerungen an die Viehherde zu Beginn weckt, die auf engstem Raum im Verschlag ihr letztes Dasein fristet – wie die vier Jugendlichen, die im VW-Bus schwitzen und endlich raus wollen. Sobald sie einmal raus sind, bleibt ihnen jedoch nur noch der Weg ins Schlachthaus, ob sie wollen oder nicht. Sobald Sally und Leatherface jedoch auf den Beinen sind, so wechseln auch die statischen Bilder in schnelle Schwenks und schnellere Schnitte, eine Dynamik durchdringt den Film plötzlich, die so nicht abzusehen war und die in dieser Form einen großen Kontrast zum Bisherigen darstellt. War vorher die Totale eine beliebte Einstellung, so ist es jetzt das Close-Up, das beispielsweise auf Sallys weit aufgerissene Augen draufhält, die vor Angst fast schon zu platzen scheinen. Hooper macht den Horror und den Terror erfahrbar, knallt dem Zuschauer die ganze Angst dieser jungen Frau vor den Latz und wird dennoch selten physisch. Es ist die Nähe aber auch gleichzeitig die Distanz, diese Dichotomie, die diese unglaubliche Terrorwirkung entfaltet. Es sind diese Fratzen, keine Gesichter, die sich in die Augäpfel nicht nur Sallys brennen. Auch auf der tonalen Ebene ist dies bemerkbar. Egal ob das nahezu undefinierbare Geräusch zu Beginn oder das lautstarke Gelächter der Fratzen, Sallys Schreie übertrumpfen alles, so dass man sich irgendwann nur noch wünscht, dass doch bitte endlich alles vorbei ist und man diesen schlimmen Schreien nicht mehr ausgesetzt ist.

Doch Hooper kommt dieser Aufforderung nicht nach, im Gegenteil, es zieht keine Ruhe im Film ein, nicht einmal wenn Sally ihrem Angreifer in letzter Sekunde entkommen kann. Ihre Schreie werden lediglich vom Motor der Kettensäge übertrumpft, die noch einige Sekunden lang brummt, bevor ein harter Schnitt der gruselig-schönen Szenerie im Abendrot ein Ende setzt. Der Terror ist damit aber noch lange nicht vorbei. Besonders auf der Blu-ray kommt dies natürlich zur Geltung, die vor kräftigen Farben nur so strotzt und keinerlei Schmutz oder sonstiges Grain aufweist. Lediglich ein dezentes Hintergrundrauschen, das wohl der Digital Noise Reduction (DNR) zuzuschreiben ist, ist vernehmbar, aber wenn man bedenkt, dass es sich hier im Original um 16mm-Material handelt, dann bleibt einem fast schon die Spucke weg. Auch die Extras können restlos begeistern, denn erstmals ist alles deutsch untertitelt. Besonders empfehlenswert ist hierbei der Audiokommentar von Tobe Hooper, Gunnar Hansen und Daniel Pearl, denn er ist nicht nur äußerst informativ, sondern zeigt auch, welchen Spaß die Beteiligten beim Dreh hatten und wie gut sie noch heute miteinander können.

Tobe Hoopers The Texas Chain Saw Massacre ist endlich die Veröffentlichung zuteil geworden, die der Film verdient hat. Ein Meisterwerk und Meilenstein des Horrorkinos auf einer meisterlichen DVD- und Blu-ray-Veröffentlichung, auf gerade einmal 5.000 Exemplare limitiert und nummeriert. Die DVD wird übrigens ausschließlich in Österreich von MPI veröffentlich (in Deutschland wird der Titel nicht erscheinen).


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