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	<title>Equilibrium &#187; under the hood</title>
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	<description>Filmreviews &#124; Filmnews &#124; Podcast &#38; Co.</description>
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		<title>The New Frontiersman als echte Printausgabe in UK</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Mar 2009 16:41:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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In Gro&#223;britannien erschien vergangenen Freitag zusammen mit der Zeitung Metro eine &#039;echte&#039; Printausgabe des New Frontiersman in Zusammenhang mit dem viralen Marketing zu Watchmen. Der Titel: &#039;Public Enemy Number One&#039;, der auf den missgl&#252;ckten Haftversuch von Rorschach durch das NYPD anspielt. Besonders die Marketingkampagne zu Watchmen geh&#246;rte ja mit zu den besten, seit es ebendieses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2844" style="border: 1px solid black; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Metro/The New Frontiersman (1)" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/cimg2092.jpg" alt="" width="560" height="372" /><br />
In Gro&#223;britannien erschien vergangenen Freitag zusammen mit der Zeitung <a href="http://www.metro.co.uk/" target="_blank"><em>Metro</em></a> eine &#039;echte&#039; Printausgabe des <em>New Frontiersman</em> in Zusammenhang mit dem viralen Marketing zu <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/tag/watchmen/" target="_self"><em>Watchmen</em></a>. Der Titel: &#039;Public Enemy Number One&#039;, der auf den missgl&#252;ckten Haftversuch von Rorschach durch das NYPD anspielt. Besonders die Marketingkampagne zu <em>Watchmen</em> geh&#246;rte ja mit zu den besten, seit es ebendieses gibt, aber das setzt dem Ganzen meiner Meinung nach wirklich nochmal die Krone auf. Zwar gibt es &#039;richtige&#039; Artikel nur auf der Vor- und R&#252;ckseite, aber innovativ ist das allemal.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt solch ein Stoff wie <em>Watchmen</em> auch nahezu unendlich viele Marketingideen her &#8211; ich habe ja nahezu alle hier im Blog oder bei Twitter angef&#252;hrt. Einige weitere Bilder lassen sich nach dem Sprung finden. Vielen Dank an <a href="http://www.viraladnetwork.net/" target="_blank">Viral Ad Network</a>/<a href="http://www.rubberrepublic.com/blog" target="_blank">Rubber Republic</a>.</p>
<p><span id="more-2843"></span><img class="alignnone size-full wp-image-2849" style="border: 1px solid black; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Metro/The New Frontiersman (2)" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/cimg2095.jpg" alt="" width="560" height="714" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-2850" style="border: 1px solid black; margin-top: 5px; margin-bottom: 5px;" title="Metro/The New Frontiersman (3)" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/cimg2096.jpg" alt="" width="560" height="720" /></p>
 <img src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=2843" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Quis custodiet ipsos custodes? &#8230; Who Watches the Watchmen?</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Mar 2009 15:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Watchmen
(Zack Snyder, USA/UK/Kanada 2009)
Kino
Es war immer die Rede, dass es unverfilmbar sei. Mit filmischen Mitteln ist eine solche Epik und eine solche Narrative nicht umzusetzen, da war man sich bei J.R.R. Tolkiens Jahrhundertwerk sicher. Gleiches galt auch f&#252;r einen anderen Roman, einen grafischen, ebenfalls aus der Feder eines der gr&#246;&#223;ten Autoren der Neuzeit. Alan Moores [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.imdb.com/title/tt0409459/" target="_blank"><em>Watchmen</em></a><br />
(Zack Snyder, USA/UK/Kanada 2009)<br />
Kino</p>
<p><img style="border: 1px solid black; margin: 5px 11px;" title="'Watchmen'" src="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/wp-content/uploads/watchmenposter1.jpg" border="1" alt="" hspace="11" vspace="5" width="215" height="319" align="left" />Es war immer die Rede, dass es unverfilmbar sei. Mit filmischen Mitteln ist eine solche Epik und eine solche Narrative nicht umzusetzen, da war man sich bei J.R.R. Tolkiens Jahrhundertwerk sicher. Gleiches galt auch f&#252;r einen anderen Roman, einen grafischen, ebenfalls aus der Feder eines der gr&#246;&#223;ten Autoren der Neuzeit. Alan Moores <em>Watchmen</em> war dazu berufen das Comicgenre &#8211; oder vielmehr das der grafischen Novelle &#8211; ma&#223;gebend zu beeinflussen. Fanboys und Kritiker versuchen sich bis Heute mit Lob zu &#252;bertrumpfen (die <em>New York Tim</em><em>es</em> f&#252;hrt das Werk bis heute in ihrer Top 100 der besten Romane), und jeder der das Comic gelesen hat, kann sich seinem Bann auch nicht mehr entziehen. Kein Wunder also, dass es nicht lange dauern sollte, bis Hollywood diesen Stoff, der eigentlich anti-hollywood&#039;scher kaum sein k&#246;nnte, f&#252;r sich entdeckte.</p>
<p>Dennoch traute sich keiner so richtig, sich dem Werk anzunehmen; <a href="http://wortvogel.de/?p=4743" target="_blank">und so scheiterten dann auch unz&#228;hlige Regisseure</a> an Alan Moores Werk, von dem es einem immer noch schwer f&#228;llt, nicht in Superlativen zu sprechen. Irgendetwas zeichnet das von Dave Gibbons gezeichnet Meisterwerk aus, nur was ist es? Ist es sein Abgesang auf das Superheldengenre? Ist es die politische Aktualit&#228;t in Zeiten einer &#228;u&#223;erst unstabilen politischen Lage? Oder ist es ganz einfach die Narrative, die selten zuvor so ausgekl&#252;gelt und mit all ihren Eigenschaften erz&#228;hlte? Was auch immer es nun alles ist, die viel wichtigere Frage, die man sich stellt, ist doch vielmehr, ob Zack Snyder diesem Mammutwerk gerecht wird? Die Antwort ist schnell gegeben: ja, er wird der Vorlage trotz einiger Zugest&#228;ndnisse ans Studio und an das Medium Spielfilm gerecht. Man k&#246;nnte nach all dem S&#228;belrasseln um Rechtsstreit und abge&#228;ndertem Ende auch sagen: <em>mission accomplished</em>!</p>
<p>Die Kamera zoomt langsam vom Close-Up in die Halbtotale hinaus, langsam l&#228;sst sich ein gelber Smiley-Button erkennen. Er geh&#246;rt Comedian (Jeffrey Dean Morgan), der ebendiesen, wie der Name schon vermuten l&#228;sst, zu seinem Markenzeichen machte. Er sitz in seinem Apartment auf dem Sofa, schaut fern, da wird der T&#252;rschlitz von einem Schatten eingeh&#252;llt, der ihm zum Verh&#228;ngnis werden soll &#8230; Es ist die Initialz&#252;ndung, der Urknall f&#252;r ein Kette von Ereignissen, die die Welt an den Rande des Dritten Weltkrieges bringen soll. Jeder, der das Comic gelesen hat, wei&#223;, welche Bedeutung dieser f&#252;r Millionen von Fans hat. Oft entscheiden die ersten Minuten eines Filmes &#252;ber sein Schicksal, das ist hier nicht anders. Snyder inszeniert diese ersten 5 Minuten so wuchtig, so detailverliebt und so imposant, dass die G&#228;nsehaut bereits beginnt, da lief noch nicht einmal der Vorspann &#252;ber die Leinwand.</p>
<p>Letzteren nutzt Snyder dann auch &#228;u&#223;erst wirtschaftlich, fasst er doch die wichtigsten Ereignisse rund um die Minutemen auf eine Art und Weise zusammen, die kaum besser und effektiver h&#228;tte aussehen k&#246;nnen. Gleichzeitig spart er Handlungsstr&#228;nge ein, ohne sie jedoch v&#246;llig zu ignorieren. Es ist, um es kurz zu machen, schlichtweg das Beste, was er h&#228;tte machen k&#246;nnen. Und einmal mehr ist man vor allem von der audiovisuellen Wucht, mit der der Vorspann daherkommt, gepl&#228;ttet. Einen nicht gerade kleinen Teil tr&#228;gt dazu vor allem auch die Musikauswahl bei. Abgesehen vom Score hat man sich auf Songs geeinigt, die den entsprechenden Szenen, in denen sie laufen, nicht nur eine gewisse Epik verleihen, sondern den Film zudem auch im <em>setting</em> der 1980er Jahre festigen. Da bekommt dann auch Nenas &#039;99 Luftballons&#039;, ein sonst eher nerviger Song, eine v&#246;llig neue Konnotation, wenn er zu Dan und Lauries gemeinsamen Dinner spielt.</p>
<p>Ich k&#246;nnte auf jeden Song und die dazugeh&#246;rige Szene eingehen &#8211; die Beerdigung Comedians stellt dabei sicherlich das Highlight da, ist sie doch weniger pathetisch und heroisierend als vielmehr von einer n&#252;chternen Traurigkeit durchzogen, die dem Ganzen einmal mehr gerecht wird) -, aber es w&#252;rde nicht ann&#228;hernd die Imposanz  ebendieser widerspiegeln. Ferner markiert die Musik, wie gut es Snyder letzten Endes doch gelungen ist, die Vorlage von einem Medium ins andere zu transportieren. W&#228;re im Comic Musik gespielt worden, es w&#228;re wohl jene gewesen, f&#252;r die Snyder sich entschied. Doch auch das, was das bewegte Erz&#228;hlen mit dem nicht-bewegten Erz&#228;hlen gemein hat, setzt <em>Watchmen</em> so vorlagengetreu wie m&#246;glich um. So ist seine Hochglanzoptik, die, zugegeben, vielleicht doch etwas Fehl am Platz ist, stets von einem Grauschleier &#252;berzogen, der dem Ganzen die notwendige Tristesse verleiht und somit auch dem ganzen Rahmen, in dem sich <em>Watchmen</em> befindet (politische Situation, Abgesang aufs Genre, Gesellschaft), gerecht wird.</p>
<p>Dass dies bisweilen d&#252;nnes Eis ist, liegt in der Natur der Sache. In Zeiten eines <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/tag/the-dark-knight/" target="_self"><em>The Dark Knight</em></a>, eines bevorstehenden <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/tag/x-men-origins-wolverine/" target="_self"><em>X-Men Origins: Wolverine</em></a> und anderen Comicgr&#246;&#223;en dem Publikum eine Verfilmung zu pr&#228;sentieren, die eigentlich anti-klimatisch ist und alles andere als diese (Anti-)Helden verherrlicht, ist kein Leichtes. Und um ehrlich zu sein, gelingt dies dem Film auch nicht immer. Die (Action-)Zugest&#228;ndnisse sind dann doch recht offensichtlich, und auch wenn sich diese in Grenzen halten, so sind sie dennoch vom typischen Inszenierungsstil der angef&#252;hrten Kollegen gepr&#228;gt. Die wenigen K&#228;mpfe, in die die Minutemen verwickelt werden, sind daf&#252;r jedoch von einer comichaften &#220;berzeichnung gepr&#228;gt, die einmal mehr an die Vorlage erinnern. Nat&#252;rlich wird auch hier schnell geschnitten und es gibt auch die eine oder andere Zeitlupe, aber Snyder scheint aus <em>300</em> &#8211; bei dem ihm dieses ja oft vorgeworfen wurde &#8211; gelernt zu haben.</p>
<p>Richtig &#252;berraschend in den Actionszenen hingegen, ist der Grad der Gewalt, der hier pr&#228;sentiert wird. Nat&#252;rlich war die Vorlage alles andere als implizit, erst recht, wenn man die Zeit bedenkt (immerhin war es eine Zeit, in der noch nicht von Folterpornos und dergleichen gesprochen wurde), aber was Snyder hier vom Stapel l&#228;sst, ist besonders f&#252;r einen amerikanischen Mainstreamfilm doch bemerkenswert. Da werden Arme abgetrennt, Menschen explodieren und Dr. Manhattans Penis (wie gesagt, amerikanischer Mainstreamfilm) bekommt man nat&#252;rlich auch zu sehen. Nur geraucht wird nicht &#8211; und jeder wei&#223;, dass Laurie so gut wie auf jeder Seite raucht -, was dann wohl auch unter Zugest&#228;ndnis ans Studio fallen d&#252;rfte. Dennoch ist dies nicht unbedingt positiv zu bewerten, denn gerade hier stellt sich die Frage, warum Snyder in solchen Aspekten der Vorlage den R&#252;cken kehrt (wenn ich es richtig verstehe, &#039;dematerialisiert&#039; Dr. Manhattan seine Opfer nur, l&#228;sst sie aber nicht zerplatzen), die eigentlich keiner Ab&#228;nderung bedurft h&#228;tten.</p>
<p>Andere Aspekte hingegen, die einer Ab&#228;nderung beziehungsweise Einsparung bedurften (ein DC ist ja aber bereits angek&#252;ndigt), meistert Snyder gr&#246;&#223;tenteils jedoch &#228;u&#223;erst gut und intelligent. L&#228;sst er vor allem in der ersten H&#228;lfte noch kaum einen Handlungsstrang aus, konzentriert er sich in der zweiten eher aufs Wesentliche (so fehlt aus gutem Grund beispielsweise die komplette Nebenhandlung um den Psychologen und seine Frau). Leider wirkt die zweite H&#228;lfte dann aber auch recht schnell abgespult, so, als w&#252;rde man nach all den komplexen Ereignissen schnell noch die finale Apokalypse nachreichen und den Deckel schlie&#223;lich zumachen. Neben dem neuen Ende &#8211; das Snyder jedoch <a href="http://artsbeat.blogs.nytimes.com/2009/01/30/how-zack-snyder-just-barely-got-watchmen-to-the-screen/" target="_blank">recht plausibel zu erkl&#228;ren wei&#223;</a> &#8211; das wohl deutlichste Opfer einer solchen Produktion. Andere kleine Details wie Rorschachs (Jackie Earle Haley) Vorliebe f&#252;r W&#252;rfelzucker, die keine Erw&#228;hnung findet, sind dabei nur Tropfen auf den hei&#223;en Stein, die angesichts der Gr&#246;&#223;e des Ganzen nicht weiter ins Gewicht fallen.</p>
<p>Bei alledem, was Snyder f&#252;r die Transferierung von einem Medium ins andere jedoch opfern musste (oder opfern wollte), ist es dennoch beachtlich, was am Ende bleibt. Ob es f&#252;r Nicht-Kenner der Vorlage ebenfalls ein koh&#228;rentes Ganzes ergibt, wage ich zwar zu bezweifeln, aber die Verfilmung richtet sich prim&#228;r sowieso an jene, die mit der Vorlage vertraut sind, das wird schnell deutlich. Etwas, das nur weiter f&#252;r Snyder und seine gegl&#252;ckte Mission spricht. Zwar d&#252;rfte <em>Watchmen</em>, da bin ich mir sehr sicher, nie auch nur ansatzweise am Status eines <em>The Dark Knight</em> kratzen &#8211; daf&#252;r sind die beiden einfach schon ob ihrer Vorlage viel zu verschieden, ja sogar gegenteilig und sprechen zudem unterschiedliche Zielgruppen an -, aber im Zusammenspiel mit <a href="http://www.equilibriumblog.de/wordpress/tag/tales-of-the-black-freighter/" target="_self"><em>Tales of the Black Freighter</em></a> und <em>Under the Hood</em>, die man hoffentlich in den DC integrieren wird, wird Snyders Film der bessere der beiden sein. Und dennoch wird er nie an seine literarische Vorlage ankn&#252;pfen k&#246;nnen. <strong>(9/10)</strong></p>
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<p></br></p>
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