'Game Change' Trailer: HBO Film über McCain & Palin

Im März zeigt HBO Films seine Eigenproduktion Game Change, die sich mit dem Präsidentschaftswahlkampf 2008 auseinandersetzt und Jon McCains Kampagne nachzeichnet – von seiner Ernennung Sarah Palins zur Vizepräsidentschaftskandidatin bis hin zu ihrer gemeinsamen Niederlage gegen Obama. Ed Harris mimt John McCain und Sarah Palin wird nicht etwa von Tina Fey gespielt, sondern von Julianne Moore. Sieht gar nicht schlecht aus, muss ich sagen.

(Via @rrho)


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Der komplette Machtverlust: 'The Ides of March'


Dass Politik nicht immer ein ganz sauberes Geschäft ist, weiß jeder, der die Tageszeitung liest oder im Fernsehprogramm auch mal zu den Nachrichten zappt. Weder Staaten noch Parteien schenken sich etwas, geht es um Intrigen, Korruption oder die Verbindung zwischen Politik und Wirtschaft. Die Welt ist schlecht und ungerecht, die Politik trägt dabei einen nicht gerade kleinen Teil dazu bei. Davon scheint zumindest George Clooney überzeugt zu sein, der sich immer wieder äußerst politisch gibt. Sei es nun in seiner Rolle als Darsteller oder wie in Good Night, and Good Luck. auch als Regisseur. Seinen neuen Film hätte er zeitlich nicht besser timen können, denn The Ides of March kommt zu einer Zeit, in der der amerikanische Vorwahlkampf auf Hochtouren läuft, auch wenn es dieses Mal nur die Republikaner sind, die einen geeigneten Kandidaten für das Amt des Präsidenten suchen. Das spielt für Clooneys Film aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle, bezieht sein Film doch erstaunlicherweise nicht eindeutig Stellung. In seinem Szenario schenken sich die beiden großen Parteien der Vereinigten Staaten nicht viel, auf beiden Seiten tobt sie Schlammschlacht. Und dann passiert es doch: In einem bedeutenden Moment des Filmes ist Clooneys Governor Morris der Meinung, dass die Demokraten endlich von den Republikanern lernen müssten. Unlautere Methoden meint er damit natürlich.

Clooney, der alte Demokrat, macht nicht einfach nur Zugeständnisse, sondern zeichnet ein äußerst dunkles Bild der politischen Landschaft, das weder schwarz und weiß, noch Gewinner und Verlierer kennt. Auch die Gewinner sind hier eigentlich nur Verlierer, denn sie haben nicht nur ihre eigenen Prinzipien verraten – das Fatalste, was ein Politiker tun kann -, sondern auch ihre Mitarbeiter, Freunde und Wähler verraten. Es ist durchaus ansehnlich wie es Clooney gelingt, sich selbst erst als Heiland mit stahlend-weißem Lächeln zu inszenieren (inklusive abgekupfertem Obama-Hope-Poster), nur um ihn später in eine äußerst ambivalente Figur zu verwandeln. Es verhält sich dabei wie in der echten Politik: Man lässt sich durch das Äußere und die Rhetorik täuschen, die berechnender kaum sein könnte und meist nicht einmal im Ansatz ernst gemeint ist. Man gibt dem (potentiellen) Wähler einfach das, was er hören möchte und lässt sich bei jedem von ihnen mal blicken. Die, die dennoch gegen ihn sind, bekommt er einfach, in dem er seine Positionen – oder besser gesagt seine Formulierungen – anpasst. Dieser Governor Mike Morris glaubt nicht an Gott, Allah oder gar einen anderen Gott – er glaubt an Amerika. Eine Aussage, die ihm gelinde gesagt gemischte Reaktionen einbringt.

Clooneys fiktiver Wahlkampf, der parallel zum echten Wahlkampf läuft, ist gerade am Anfang von vielen Analogien und Parallelen gezeichnet, die genau die richtige Richtung vorgeben, die der Film später aber nicht wirklich einschlägt. Es wird schnelles, verschachteltes Polit-Sprech gesprochen, das es des Öfteren erst einmal zu entziffern gilt, das gleichzeitig aber auch diese Authentizität aufbaut, die man dem Film so hoch anrechnet. Clooney ist zumindest anfangs nicht sehr darum bemüht, dem Zuschauer das alles verständlich und goutierbar zu machen, sondern er will ihn absichtlich herausfordern. Politik erfordert einen langen Atem, erst recht von jenem, der bei all den Rauchbomben, die von Politikern geworfen werden, dennoch durchblicken möchte. Man weiß lange nicht, wer nun eigentlich Freund und Feind ist, geschweige denn wen man selbst wählen würde. Es stellt sich dann aber recht schnell heraus, dass man sie alle nicht wählen wollte – und erst recht nicht für sie arbeiten. Stepehn Meyers (Ryan Gosling) tut es dennoch, wenn auch nicht ohne Hintergedanken. Während er lange Zeit die einzige Figur ist, mit der man sich zumindest ansatzweise identifizieren könnte, soll auch sein Fall kommen; auch wenn bei ihm die Fallhöhe bei weitem nicht so groß ist wie bei seinem 'Präsidenten' Morris.

The Ides of March macht lange Zeit vieles richtig, und man ist nicht nur ob des tollen Schauspielkinos angetan – bis das dunkle Geheimnis Morris' ans Licht kommt und Clooneys Film leider in gewöhnliche Bahnen abdriftet. Diese Richtung, die der Film dann einschlägt verschenkt zu viel von dem Potential, das er anfangs aufgebaut hat und kommt mit Wendungen um die Ecke, die weder spannend, noch überraschend sind. Den Anspruch, den Clooney für sich selbst erhebt, kann er leider nicht aufrecht erhalten. Das Politthrillerdrama, das nicht selten an ein Stück von Shakespeare erinnert (das ihm ja indirekt auch den Titel gegeben hat), bekommt nun eine Dramaturgie, die nur noch durchexerziert wird und nun nicht mehr an Shakespeare, sondern vielmehr an einen ZDF-Sonntagsfilm erinnert. Das ist angesichts dessen, was uns The Ides of March anfangs präsentiert natürlich umso bitterer. Dennoch bleibt ein hervorragend gespielter, politisch hochaktueller Film übrig, der bei den Oscars sicher nicht unbeachtet bleiben dürfte. (7/10)


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Rick Perry's Top 10 Excuses bei Letterman

Der innerparteiliche Wahlkampf der Republikaner um die Präsidentschaftskandidatur ist in vollem Gange. Vor ein paar Tagen gab es eine große Debatte in Michigan, in der sich Kandidat Rick Perry nicht gerade mit Ruhm bekleckerte als ihm das dritte Ministerium, das er abschaffen möchte, einfach nicht einfallen wollte. Um das wieder gut zu machen, ist er gestern bei David Letterman aufgetreten und hat seine 'Top 10 Excuses' vorgestellt. Ob ihm das hilft, wird man sehen müssen, aktuell befinden sich seine Umfragewerte jedenfalls im freien Fall. Mein Favorit ist übrigens #6.


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Trailer zu Nick Broomfields Doku 'Sarah Palin: You Betcha!'

In Toronto hat Dokufilmer Nick Broomfield gerade seine neue Doku Sarah Palin: You Betcha! vorgestellt. Darin geht es, wie der Titel impliziert, um Sarah Palin und ihre Politik, die für viele nichts mit Politik, sondern mit einer Seifenoper zu tun hat. Dieser Meinung ist auch Broomfield, weshalb er Palin fast schon jagt, wie es im Trailer den Anschein hat. Natürlich sieht das nicht wirklich nach einer ernsthaften Doku aus, vielmehr dürfte die Moore-/Spurlock-Fraktion auf ihre Kosten kommen. Bert Rebhandel, der ihn beim TIFF gesehen hat, sieht das ähnlich. Ich glaube, die Doku schafft es nur über den großen Teich, wenn Palin tatsächlich Präsidentschaftskandidatin der Republikaner werden sollte …

(Via Nerdcore)


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Trailer zu George Clooneys 'The Ides of March'


George Clooneys The Ides of March (Wikipedia erklärt, was es mit dem Titel auf sich hat) dürfte bei den Oscars im nächsten Jahr durchaus berücksichtigt werden, denn der erste Trailer zum Film (480p/720p/1080p) sieht nach typischem Oscarmaterial aus, mit dem Unterschied zu vielen anderen Oscar-bait-Filmen, dass das Ganze wirklich sehr gut aussieht. Ryan Gosling spielt Clooneys Berater, der vom Konkurrenten abgeworben werden soll und die schmutzigen kleinen Spielchen der Politik kennen lernt. Alexandre Desplat steuert den Score bei. Deutscher Start ist am 22. Dezember.


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