Sponsored Video: Trailer zur RomCom 'The Fault in Our Stars'

Der Frühling ist schon fast wieder vorbei, der Sommer bereits im Anmarsch – man muss sich nur mal die Wetteraussichten für diese Woche ansehen, dann weiß man ziemlich schnell, dass die warmen Tage und lauen Nächte an unserer Tür klopfen. Frühlingsgefühle sind also schon lange da. Auch bei Hazel (Shailene Woodley) und Gus (Ansel Elgort), zwei unterschiedliche junge Menschen, die doch sehr viel miteinander verbindet. Was genau, das zeigt 20th Century Fox ab dem 12. Juni mit The Fault in Our Stars oder wie er hierzulande heißen wird Das Schicksal ist ein mieser Verräter (okay!). Der Trailer zur RomCom macht jedenfalls einen sehr guten Eindruck: talentierte Nachwuchsdarsteller, Humor und Romantik, ohne dass dabei eine der beiden Zutaten in zu großer Menge in den Topf gegeben wurde. Mit dabei sind aber nicht nur Hazel und Gus, sondern auch altbekannte Hollywood-Gesichter wie Willem Dafoe oder Laura Dern. Um was geht es genau?

Hazel und Gus sind zwei außergewöhnliche junge Menschen, die den gleichen Humor und die Abneigung gegen Konventionelles teilen und sich 'unsterblich' ineinander verlieben. Ihre Beziehung ist so einzigartig und wundervoll, dass die beiden es furchtlos mit ihrem gemeinsamen schonungslosen Schicksal aufnehmen. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten (Willem Dafoe) zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Eine Reise, die das Leben der beiden entscheidend verändern wird. Eine faszinierende, poetische und zutiefst bewegende Liebesgeschichte über den Mut zu leben und zu lieben und die Kunst das Schicksal zu meistern.

Regie führte Josh Boone, der zwar weitestgehend ein unbeschriebenes Blatt ist, aber durchaus schon RomCom-Erfahrung gesammelt hat. The Fault in Our Stars basiert dabei auf dem Bestseller-Roman aus der Feder von John Green. 2013 gab es dafür beispielsweise den Deutschen Jugendliteraturpreis. Der Film dürfte perfekt in die Jahreszeit passen, denn bevor im Hochsommer dann die Megablockbuster die Leute versuchen aus der schönen Natur zu holen, bleibt bis dahin noch etwas Zeit für leichte Sommeranfangskost. Mehr Informationen zu The Fault in Our Stars a.k.a. Das Schicksal ist ein mieser Verräter gibt es bei Tumblr, auf Facebook oder bei Twitter. Der Film startet ab dem 12. Juni in den deutschen Kinos.

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Neuer Trailer zu Lars von Triers 'Nymphomaniac: Volume II'

Am 20. Februar startet der erste Teil von Lars von Triers Nymphomaniac in den deutschen Kinos. Nymphomaniac: Volume II kommt dann am 3. April in die Lichtspielhäuser. Einen ersten Vorgeschmack auf den zweiten Teil, gibt es im frisch erschienenen Trailer, der ausnahmsweise sogar SFW ist (also einigermaßen eben). Ich kann den ersten Teil kaum erwarten und bin auf den zweiten natürlich ebenso gespannt!

(Via Filmmaker Magazine)


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NSFW! Neuer Clip aus Lars von Triers 'Nymphomaniac'

Wie gerne wäre ich doch mal wieder in Kopenhagen – erst recht heute, denn gestern startete Lars von Triers Nymphomaniac in Dänemark und Norwegen. Pünktlich dazu gibt es einen neuen Clip – mal wieder absolut NSFW! Dieses Mal stammt er aus dem 8. Kapitel, das den Namen 'The Gun' trägt. Deutscher Kinostart des ersten Teils des Mammutwerks mit einer Gesamtlänge von vier Stunden ist am 20. Februar. Teil 2 startet dann am 3. April.

(Via The Playlist)


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IKEA trifft auf Mozart: Neuer Clip aus 'Nymphomaniac'

Gab es im ersten Trailer zu Lars von Triers Nymphomaniac noch harte Klänge von Rammstein, dominiert im neuen Clip die Klassik, genauer gesagt Mozart. Der Clip selbst ist erstaunlicherweise SFW, aber man kann schon ahnen, was uns da in 'Chapter 7: The Mirror' auf das Publikum zukommen wird. Noch erfeulicher als der Clip selbst, ist die Tatsache, dass Nymphomaniac zumindest vor dem US-Kinostart auf VOD erscheint, was natürlich megageil ist! Regulärer Start in Deutschland ist am 20. Februar.

(Via FilmDrunk)


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Absolut NSFW! Trailer zu Lars von Triers 'Nymphomaniac'!

Ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass er endlich da ist! Die Rede ist vom lange ersehnten Trailer zu Lars von Triers Nymphomaniac, der so NSFW ist wie ein Trailer nur sein kann. Aber davon mal abgesehen: riesige Vorfreude, das schaut wie zu erwarten gigantisch aus! Dieser Bilderrausch, dieser Musikrausch, diese in your face-Mentalität gepaart mit wunderschöner Lyrik und einem tollen Cast! Deutscher Kinostart von Lars von Triers Nymphomaniac ist am 20. Februar 2014. Gott sei Dank also nicht mehr allzu lange hin.


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Neues sexy Bild aus Lars von Triers 'Nymphomaniac'


Letzte Woche wurde das erste Bild aus Lars von Triers Nymphomaniac veröffentlicht. Es war noch nicht wirklich aussagekräftig – ganz im Gegensatz zum heute veröffentlichten neuen Bild aus dem Film, das Charlotte Gainsbourg inmitten zweier Männer, quasi ein Sandwich, zeigt. Das neue Bild wird dem Titel und dem Plot jedenfalls schon deutlich gerechter, denn schließlich geht es um eine Frau (Gainsbourg), die einem Junggesellen (Stellan Skarsgård) ihre Geschichte erzählt, der sie zusammengeschlagen in einer Gasse findet. Es ist die Geschichte einer Nymphomanin, von der Geburt bis zum 50. Lebensjahr.

Von Trier hat bereits letztes Jahr angekündigt, dass Nymphomaniac in zwei Versionen erscheinen wird: einer Softcore- und einer Hardcore-Fassung. Einen deutschen Kinostart gibt es mittlerweile auch, nämlich den 07. November. Ist noch eine ganze Weile hin, aber ich freue mich jetzt schon riesig darauf, was von Trier dieses Mal aus dem Hut zaubern wird!

(Via The Playlist)


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Tony Scott Retro: 'The Hunger'


Wer hätte gedacht, dass Tony Scott mit einem vor allem bildsprachliche sehr poetischen Horrorfilm begonnen hat, dessen bezaubernd schöne Catherine Deneuve erst mit David Bowie und dann mit Susan Sarandon rummacht? Scott sucht auch hier, gleich zu Beginn, den Exzess, den er mit all seinen späteren Trademarks zelebriert: Freeze Frames, Speed Ramping, Dutch Angles und eine Overall-Optik, die seine Herkunft aus der Werbung deutlich erahnen lässt. Offene Fenster überall, Tauben, die nur bei John Woo schöner fliegen und Vorhänge, die durch den Wind wehen, unterlegt mit klassischer Musik. Am erstaunlichsten ist aber, dass The Hunger keinesfalls wie ein Film aus dem Jahre 1983 aussieht, sondern vielmehr wie ein Film aus den 90ern. Seine Geschichte wäre zehn Jahre später, nach der großen Vampirfilm-Welle, aber wohl viel zu spät gekommen, auch wenn er über genügend Alleinstellungsmerkmale verfügt (allein die Make-up-FX sind grandios). Es ist schon erstaunlich, wie dieses Erstlingswerk so gar nicht in Scotts Oeuvre passen will, sich aber auf visueller Ebene – und Scott war ein visual craftsman – dann doch wieder nahtlos einfügt. Nach dem intensiven, fast schon surrealen Finale stellt man sich nur eine Frage: Wieso hat sich Scott nie wieder an Horror versucht?


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Der Jäger wird zum Gejagten: 'The Hunter' Blu-ray Review


Das australische Hinterland fernab der Zivilisation ist eine der faszinierendsten Filmkulissen überhaupt. Vor allem australische Produktionen setzen auf den Outback, der von einer unglaublichen Schönheit, aber gleichzeitig auch von einer permanenten Gefahr durchzogen ist. Wolf Creek, Storm Warning, Long Weekend, nur einige Beispiele für diese Juxtaposition von Schönheit und Gefahr, an der man sich kaum satt sehen kann. Daniel Nettheim, der bisher größtenteils für TV-Produktionen gearbeitet hat, geht in seinem zweiten Spielfilm The Hunter noch einen Schritt weiter und präsentiert uns die tasmanische Wildnis. Diese gestaltet sich zwar etwas anders als der gemeine Outback, ist in ihrer Wirkung aber identisch mit ich, sprich gefährlich und schön zugleich. Wie der Name bereits vermuten lässt, soll sich hier der letzte lebende Tasmanische Tiger befinden, der als ausgerottet gilt. Söldner Martin (Willem Dafoe) soll ihn im Auftrag für ein Biotech-Unternehmen finden und reist daher von Europa nach Australien, wo er bei einer Familie untergebracht ist, deren Vater ebenfalls auf die Jagd ging und bis heute nicht heimkehrte …

Wir wissen nicht wirklich über den Protagonisten Martin bescheid. Es wird schnell deutlich, dass die Rolle für Willem Dafoe maßgeschneidert ist, aber über seine Motive, ja, ob er überhaupt Söldner oder nur ein einfacher Jäger ist, verrät uns The Hunter selbst nach 96 Minuten nichts. Und dennoch hat es den Anschein, als würde man diesen Martin, der gerne ein Bad nimmt und dabei Opernklängen lauscht, genau kennen. Er ist ein personifizierter Outback: Er ist einerseits gebildet, kultiviert und Menschenfreund, andererseits ist er aber auch äußerst effizient und gefährlich, wenn es die Umwelt von ihm verlangt – schließlich ist er Jäger (auf welche Art und Weise auch immer). The Hunter doppelt dieses Hauptmotiv in der Figur Martins und lässt zusammenkommen, was zusammengehört. Martin kann sich seiner Natur anpassen – wenn er in der tasmanischen Wildnis auf Jagd geht, scheint er eins zu werden mit der Natur. Ist er in der Zivilisation, wirkt er zumindest unter australischen Hinterwäldlern wie ein Fremdkörper.

Es kommt einer One-Man-Show gleich, was Nettheim uns in The Hunter zeigt, denn auch wenn man Dafoe mit Sam Neill einen hochkarätigen Darsteller an die Seite gesetzt hat, bleibt es Dafoes Film. Als er sich zum ersten Mal in den Wald begibt, fühlt man sich für einen ganz kurzen Moment sogar in Antichrist zurückversetzt, dessen Natur ebenfalls äußerst ambivalent dahergekommen ist. Dafoes Spiel ist großartig, jede Szene wird von ihm dominiert, auch wenn er in einigen Szenen fast schon autistisch wirkt. In gerade mal etwas mehr als 90 Minuten gelingt es dem Film, Dafoes Figur so tief zu zeichnen, dass man denkt, man kenne ihn bereits seit Jahren. Und das liegt nicht etwa daran, dass er im Laufe des Filmes eine Wandlung durchmacht, derer wir Zeuge werden, sondern daran, dass er zutiefst menschlich zu handeln scheint. Man empfindet nicht unbedingt Mitleid mit ihm, aber zumindest Empathie. Diese durchzieht den ganzen Film, denn irgendwie scheint man die Hintergründe und Motive aller Beteiligten nachvollziehen zu können.

Gebrochen wird dies nur in kurzen Momenten, in denen The Hunter fast schon in Exploitation-Gefilde umschwenkt, wenn beispielsweise das Briefpapier der mysteriösen Biotech-Firma zu sehen ist und sich darauf die Anschrift einer deutschen GmbH befindet. Das wirkt in diesem Moment so odd und fast schon deplatziert, dass ein Bruch stattfindet, der dem Film allerdings gut tut, stoppt er die Lethargie und Empathie doch für einen kurzen Moment. Selbiges gilt für die kurze Actioneinlage, die perfekt getimet ist. The Hunter ist ruhiges, tolles Schauspielkino, das am Ende vielleicht etwas zu dick aufträgt, das Herz aber am richtigen Fleck trägt. Es ist sehr schade, dass solche Perlen nicht den Weg auf die Leinwand finden und hier DTV ein Schattendasein führen, denn The Hunter ist großes kleines Kino. (8/10)

Die Blu-ray von Ascot Elite ist seit 24. Juli im Handel erhältlich (Amazon-Partnerlink) und besticht vor allem in den zahlreichen Naturaufnahmen durch eine sehr gute Bildqualität und kräftige Farben. In den wenigen dunklen Szenen ist etwas Grain zu erkennen, aber da der Film die meiste Zeit über im Hellen spielt, ist das Bild insgesamt knackig scharf. Der Ton ist wie der Film selbst herrlich unaufgeregt und setzt vor allem auf klar verständliche Dialoge. Der Score ist dezent im Hintergrund wahrzunehmen. Neben einer B-Roll und Soundbites finden sich auch noch der Originaltrailer und die obligatorische Ascot Elite Trailershow als Extra auf der Scheibe.


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Der gigantische Flop, der keiner ist: 'John Carter' Blu-ray Review


Disney ist eigentlich ein Garant für Kassenerfolge. Zumindest wenn es um Animationsfilme geht. Aber auch ansonsten macht Disney nur selten Schlagzeilen mit schlechten Zahlen. Miramax, Marvel, Disney kauft sich sogar groß bei der Konkurrenz ein. Da schmerzt es natürlich umso mehr, wenn ein Blockbuster, von dem man sich ganz Großes erhofft hatte, an den Kinokassen floppt. Das tut es einem Studio immer, aber Disney wohl noch ein wenig mehr. Stolze 200 Millionen US-Dollar soll Disney an John Carter verloren haben. Viele Diskussionen und Vermutungen gab es bei der Fehleranalyse, am Marketing soll es letztlich wohl gelegen haben (man hätte den Film beispielsweise doch John Carter of Mars nennen sollen, sagen einige). Was auch immer der tatsächliche Grund für das Scheitern des Abenteuers aus der Feder von Edgar Rice Burroughs war, John Carter hat dieses Brandmark nicht verdient, nein, wirklich nicht.

Die Geschichte, die Andrew Stantons Film erzählt, ist vielleicht keine allzu genuine, aber sie entführt uns in eine Welt, die voller Magie ist und an der man sich nicht satt sehen kann. Beginnt die Rahmenerzählung noch im jungen Amerika, das gerade den Civil War hinter sich gebracht hat, werden wir wie John Carter (Taylor Kitsch) auch schon in die geheimnisvolle Welt entführt, die – so stellt sich schnell heraus – der Welt, aus der Carter stammt, doch recht ähnlich ist. Es herrscht ein Krieg zwischen zwei Völkern, angeheizt durch göttliche Wesen (u.a. Mark Strong), die die Fäden in der Hand zu halten scheinen. Carter muss sich in dieser Welt, in der er einige besondere Fähigkeiten besitzt, erst zurecht finden. Dabei stellt sich schnell heraus, dass er physisch zwar überlegen sein mag, kulturell aber erst Fuß fassen und die Zusammenhänge dieser Welt, die sich Mars nennt, erschließen muss. Der Zuschauer ist ihm dabei nicht unbedingt voraus, was ihn emotional an Carter stärker bindet.

Wir lernen Wesen (u.a. Willem Dafoe & Thomas Hayden Church) kennen, von denen man nicht weiß, wie sie mit diesem Fremden umgehen werden. Immer tiefer involviert uns John Carter, präsentiert neue Gesichter, mal Freund, mal Feind, die vor allem aber alle funktionieren. Sicherlich, Mark Strong gibt einmal mehr den Bösewicht auf Autopilot, aber er steht sowieso nicht im Fokus der Geschichte. Die fremden Zivilisationen sind aus vielen anderen Geschichten und Filmen entlehnt, passen aber so gut in diese Welt, dass man sich für sie und ihren Background interessiert. Auch das Setting weiß zu gefallen, das irgendwo zwischen Wüste und gigantischem Gebirge angesiedelt ist. Man sieht es den Bildern von Daniel Mindel an, dass er schon für viele Spionagethriller gearbeitet hat, denn auch hieraus generiert John Carter viel seiner Spannung und Magie. Zum Beispiel die Luftkampf-Szenen, die in einem Actionfilm nicht besser hätten aussehen können.

Keine Frage, John Carter verfügt über große Schauwerte, man sieht dem Film seine 250 Millionen Dollar an, die er gekostet hat. Die FX sind beispielsweise state of the art, zur Qualität der 3D-Effekte kann ich leider nichts sagen, da ich nur die 2D-Version gesehen habe (die aber erahnen lässt, an welchen Stellen 3D Sinn gemacht hätte). Doch nicht nur von technischer Seite weiß die Produktion zu gefallen. Vielleicht liegt es gerade daran, dass John Carter im Prinzip ein Best-Of aus Star Wars, Stargate, Aladdin und vielen anderen ist, was ihn so interessant macht. All die Sachen, die schon in den entsprechenden Filmen gefallen haben, wie z.B. der Arena-Kampf, den ich schon in Attack of the Clones geliebt habe und der auch hier ein sehr schönes action set piece markiert. Und nicht nur hier macht der Film keine Gefangenen, denn er ist keinesfalls der kleine, niedliche Disney-Film, der sich an Kinder richtet, sondern zeigt Gewalt und ihre Auswirkungen.

Das ist nicht nur ehrlicher, sondern auch konsequenter als man es von verwandten Welten aus The Chronicles of Narnia oder The Golden Compass kennt. Interessanter als diese ist John Carter ohnehin, auch wenn es nicht unbedingt weiterer Sequels bedarf. Das erste wurde bereits angekündigt und ich lasse mich gerne eines Besseren belehren. So magisch und entführend wie dieser ökonomische Flop ist Disney-Kino schon lange nicht mehr gewesen. (8/10)

Die Blu-ray von Disney erscheint am 19. Juli (Amazon-Partnerlink) und kann auf ganzer Linie überzeugen. Die Bildqualität wird den tollen Bildern von Daniel Mindel absolut gerecht und besticht durch einen guten Schwarzwert und knackige Schärfe. Der DTS-HD 7.1 Ton bekommt genug zu tun, so dass auch Subwoofer und Rears permanent beschäftigt sind. Auch mit Extras geizt Disney nicht, und so befinden sich neben zusätzlichen Szenen auch ein Making Of und ein Audiokommentar mit auf der Disc. Eine technisch hervorragende Veröffentlichung.

Bild: © 2012 Walt Disney Company


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Lars von Triers 'Antichrist' und was er dazu (nicht) zu sagen hat


Achtung, Spoiler!

Ich habe selten zuvor so auf einen Audiokommentar eines Regisseurs gewartet wie auf jenen zu Antichrist. Primär in der Hoffnung darauf, dass Lars von Trier zu seinem Film Stellung nimmt, sowohl was das den Plot und seine Metaebene betrifft, als auch das Technische (schließlich wurde Antichrist mit der RED gedreht). Lauscht man also dem Audiokommentar, so wird schnell deutlich, dass von Trier hier nicht allein über seinen Film spricht, sondern in einen Dialog mit dem Filmwissenschaftler und Kritiker Maurice Smith (University of Kent) tritt. Eine Form, die sich ebenso schnell als äußerst glücklich gewählt herausstellen soll. Von Trier macht nämlich schnell deutlich, dass er von Technik so gut wie keine Ahnung hat, was er gegenüber Smith auch immer wieder betont. Zwar geht er auf einige spezielle Sachen, wie die Verzerrung der Bilder, in denen Charlotte Gainsbourgs Figur Visionen hat, ein, aber er weißt gleich darauf hin, dass er dies doch seinem DP Anthony Dod Mantle zu verdanken habe. Dennoch gibt er deutlich zu verstehen, dass viele Szenen alles andere als leicht zu drehen waren, allen voran jene Szenen mit den Tieren.

Lässt er in Hinsicht auf die technischen Herausforderungen noch einiges nach Außen dringen, so verhält er sich hinsichtlich des Plots fast schon konträr. Von Trier wiederholt ständig, in welcher Phase er den Film doch gemacht habe, und dass er vieles selbst erlebt habe (Träume, die im Wald spielen, Träume mit Tieren). Genau hier macht sich Smith dann auch bezahlt, denn er versucht immerhin so viel wie möglich aus von Trier herauszukitzeln, der das Ganze aber oftmals auch mit einem einfachen "I don't know" beantwortet. Es ist ja völlig in Ordnung, wenn ein Filmemacher sich eigener Interpretationen seiner Werke verweigert – er ist ja nicht der Einzige -, aber von Trier hinterlässt vielmehr den Eindruck, als habe er wirklich keine plausible Erklärung für dieses und jenes. All die Szenen, die für großes Aufsehen sorgten, will von Trier beispielsweise als Humor verstanden haben, sei es nun der sprechende Fuchs oder die berühmte Scherenszene. Keine Rede von Misogynie, Freud oder sonstigen Versuchen einer interpretatorischen Herangehensweise.

Von Trier weist ferner darauf hin, dass er Ähnliches auf schamanischen Reisen erlebt hätte, sei es nun die Therapie, mit der Dafoe versucht seine Frau zu heilen oder das Versinken von Gainsbourg im Grün des Waldes. Die Tiere seien ein Symbol für das Leben und den Tod, erwidert Smith, denn das Reh vereine mit dem toten Fötus (von Trier weist darauf hin, dass man einen echten Fötus benutzt hätte, den man dem Reh dann an das Hinterteil geschnallt hat und das Geschirr schließlich digital entfernt) die Balance zwischen Leben und Tod. Gleiches gilt für den Fuchs und die Krähe, die ebenfalls halb lebendig, halb tot sind. Statt darauf jedoch weiter einzugehen, leitet von Trier auf die Geräuschkulisse hin und gibt zu verstehen, dass es sich bei vielen der Töne um einen so genannten polish sound handle, der natürlich hergestellt wurde. So wird dann auch auf die verschiedenen optischen Stile des Filmes eingegangen. Die Eröffnungssequenz in Slow-Motion nennt von Trier 'monumental', den restlichen, an einen Dokumentarstil erinnernden nennt er den 'rauen Stil', der ihm aber letztlich nicht rau genug war.

Leider geht von Trier auch nicht großartig auf die Arbeit seiner beiden Darsteller ein, lässt nur das übliche Lob an die Oberfläche geraten, verliert aber kein Wort darüber, wie hart es für die Darsteller wohl war, in solch eine Rolle zu schlüpfen, die vor allem auf physischer Seite so viel abverlangt. Stattdessen weist er Smith darauf hin, dass er ihn kurz unterbrechen müsse, da sie beide doch eine der interessantesten Masturbationsszenen der Filmgeschichte genießen müssten (von denen es ja ohnehin nicht viele gäbe). Das zeigt einerseits, dass von Trier vielleicht über einen wirklich sehr ambivalenten Humor verfügt, andererseits zeigt es aber auch, dass er die ganze Chose mit seinen Depressionen geschickt für den Film und dessen Rezeption genutzt haben könnte (und diese Rolle im Audiokommentar dann fortführt). Etwas, über das von Trier hingegen gerne zu sprechen scheint, ist seine Vorliebe für Tarkowski. Fast in jeder Szene von Antichrist erläutert er, wie er sich hier von Tarkowski inspirieren hat lassen und wie er ihm dadurch hommagiert. Die Widmung seines Filmes ist dabei nur das offensichtlichste Beispiel.

Dachte ich nach der Erstsichtung noch, dass es sich bei Antichrist um einen der prätentiösesten und selbstgefälligsten Film der letzten Jahre handelt, so machte die Zweitsichtung (in digital) deutlich, dass es sich bei von Triers Film um einen der interessantesten der letzten Jahre handelt. Allen voran technisch kann von Triers Arbeit überzeugen und faszinieren – die Verweise im Audiokommentar unterstreichen diese Sichtweise dabei nur weiter. Vielleicht ist es gerade auch aus diesem Grund von Vorteil, dass von Trier einer Interpretation des Ganzen nicht vorgreift, so dass diese Faszination des Ungewissen, die von Antichrist ausgeht, nicht plötzlich in Gewissheit umschlägt (was ohnehin nur zu Teilen funktionieren würde, denn die Lesart des Autors muss ja nicht kongruent mit der des Rezipienten sein). Auch wenn der Begriff reichlich abgedroschen klingen mag, so scheint 'Meisterwerk' mir hier doch angebracht, und das gleich in vielerlei Hinsicht.

Die DVD, die von Ascot Elite am 18. März kommt, ist eine absolut würdige technische Umsetzung des Filmes. Das Bild lässt zwar zu jeder Zeit erkennen, dass es einen digitalen Ursprung hat, aber dies ist ja auch so beabsichtigt. Kontrast und Schärfe befinden sich auf hohem Niveau und auch der Ton, der auf Deutsch und Englisch jeweils in DD5.1 und DD2.0 vorliegt, kann überzeugen. Neben dem bereits erwähnten Audiokommentar gibt es auf einer zweiten Scheibe Interviews mit Dafoe und Gainsbourg, ein Making-Of, sowie ein Featurette zu den Special Effects, in dem unter anderem auf den Fuchs eingegangen wird. Eine äußerst gelungene Veröffentlichung.


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