Operation Neptune's Spear: 'Code Name: Geronimo' Trailer

Langsam scheinen sie aus dem Boden zu schießen wie Pilze, die Verfilmungen der 'Operation Geronimo'; jene Operation, die den Tod Osama bin Ladens durch das Navy SEAL Team 6 (eigentlich DEVGRU) herbeiführte und die offiziell eigentlich 'Operation Neptune's Spear' heißt. Neben Kathryn Bigelows Zero Dark Thirty ist nun jedenfalls der Trailer zu einer weiteren Produktion namens Code Name: Geronimo erschienen, die Ende des Jahres DTV in UK erscheint. John Stockwell führt Regie, dabei sind u.a. Freddy Rodriguez, Xzibit, William Fichtner, Robert Knepper und Finch aus American Pie Eddie Kaye Thomas (sic!). Sieht nicht schlecht aus, aber Bigelows Verfilmung ist da schon um einiges vielversprechender.

(Via DVDnarr.com)


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'Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans': Neuer HD Trailer


Nach dem ersten Trailer zu Werner Herzogs Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans war ich total von den Socken ob des Gesehenen. Ich fragte mich einfach nur, was der Gute denn hier abzieht!? Nach den ersten Kritiken vom TIFF bin ich aber etwas schlauer und erwarte nichts weniger als einen kleinen Geniestreich. Der neue Trailer (480p/720p/1080p) zu Herzogs Nic-Cage-schtick-Platform sieht da schon deutlich zahmer, ja konventioneller, aus – was er aber alles andere als werden dürfte. Deutscher Kinostart ist der 14. Januar 2010.


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Werner Herzog made my day: 'Bad Lieutenant' Trailer


Ganz ehrlich? Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Gut, machen wir's vielleicht so: Der erste Trailer zu Werner Herzogs Remake zu Abel Ferraras Bad Lieutenant, Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans, ist da (FLV, mäßige Qualität). Auch wenn er mittlerweile schon einen Bart hat: was um alles in der Welt ist mit Nic Cages Haaren los!? Und warum bekommt jemand wie er – egal ob nur im Film – immer alle heißen Frauen (Biel, Mendes)? Dann, der erste Moment, der mich zum Lachen bringt: "I said: where the fuck is he!?" Doch damit nicht genug: "Shoot him again, his soul is still dancing!" W-A-S!? Sicher, dass da nicht jemand auf dem Regiestuhl saß, der eben zufälligerweise auch Werner Herzog heißt? Und dennoch: irgendwie will ich das nicht wahr haben, und so frage ich mich schon jetzt, was Herzog damit bezwecken will.

Braucht er unbedingt Kohle für eine neue Doku oder steckt vielleicht doch mehr hinter dem Remake als der Trailer auf den ersten Blick vermuten lässt (lässt er Cage beispielsweise über seine Rollen der letzten Jahre reflektieren)? Hmm, ich weiß es einfach nicht. Jedenfalls will ich es einfach nicht wahr haben, nein, niemals, unser Werner kann so einen Mist nicht verbockt haben, nein! Werner, wenn Du uns hörst – denn die halbe Welt fragt sich, was das soll -, dann antworte doch bitte. Danke.

(Via filmz.ru)


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»Let's just say that I want to believe.«

The X-Files: I Want to Believe
(Chris Carter, USA/Kanada 2008)
Kino

Er sitzt in seinem Büro, rasiert hat er sich seit Tagen oder gar Wochen nicht mehr, dementsprechend sieht seine Gesichtsbehaarung auch aus. Die Wände sind zugekleistert mit Zeitungsartikeln von Kriminalfällen, doch sie werden von etwas Größerem bedeckt, nämlich dem berühmten Poster mit der Aufschrift 'I Want to Believe'. Die Rede ist von Fox Mulder (David Duchovny), der nie aufgehört hat, an das Übernatürliche zu glauben. So ist er auch mehr oder weniger der Einzige, der Father Joseph (Billy Connolly) seine Visionen glaubt, die das Leben einer jungen FBI-Agentin retten könnten. Nur, man muss hier eigentlich nicht viel glauben, denn von Übernatürlichem oder sonstigen paranormalen Aktivitäten ist nicht viel auszumachen, denn es geht die größte Zeit über durchaus irdisch zu. Vielleicht ist das auch gut so, denn laut Regisseur Carter wollte man ja sowieso ein eher neues Publikum ansprechen, das mit den X-Akten des FBI nicht allzu viel am Hut hat.

Einerseits ist ihm das gelungen, auch wenn es einige Anspielungen an die Serie gibt. Die Chemie zwischen Mulder und Scully (Gillian Anderson) baut auf die Serie, das wird jede Sekunde deutlicher. Andererseits ist dieses 'Zugeständnis' aber wohl auch der Grund, warum I Want to Believe ziemlich schnell in genreübliche Bahnen driftet. Der Plot könnte unorigineller nicht sein, die Darsteller selbst kaum gelangweilter dreinschauen. Viel von der Magie der Serie, die eines der Phänomene der 90er markierte, ist also nicht übrige geblieben, vielmehr wird ein Mythos an die Wand gefahren. Und dennoch: Eine gewisse Tonalität ist dem Film äußerst zuträglich, verleiht ihm Spannung und sorgt somit sogar für den einen oder anderen Adrenalinschub. Zu verdanken ist das primär einen wirklich tollen Kameraarbeit und einem Sounddesign, das Carter ziemlich geschickt für sich und seine Nutzen einzusetzen weiß. Ferner ist I Want to Believe auch ein schönes Beispiel dafür, wie effektiv Musik im Film sein kann, nutzt man sie richtig (doch das kann ein franchise auch nicht falsch machen, das eines der besten Themes vorzuweisen hat).

I Want to Believe ist also weniger eine paranormaler Thriller, sondern vielmehr ein Diskurs um Schuld und Sühne, um die Vergangenheit und die Zukunft. Dr. Scully arbeitet in einem christlichen Krankenhaus, muss sich mit pädophilen Priestern rumschlagen – Father Joseph ist einer von ihnen – und fürchtete sich vor der Stammzellenforschung, die sie letzten Endes doch verwirft. Der Glaube ist alles, das macht der Film immer und immer wieder deutlich. Wissenschaft ist gefährlich, wird sie von den falschen Leuten betrieben. Als ein Frankenstein-Doktor werden die verantwortungslosen Verantwortlichen gar bezeichnet – und sie sind Russen. Es dreht sich alles um den Glauben, und so blicken Mulder und Scully in einer Szene auch auf die beiden Porträts des George W. Bush und des J.E. Hoover, die am Haupteingang des FBI prangern. Sie wollen die "Darkness" hinter sich lassen, die sie so viele Jahre begleitet hat. Kein Wunder, schwört vor allem Scully allem Übernatürlichen außer Gott ab (schließlich arbeitet sie auch weiterhin im katholischen Hospital, auch wenn die Pädophilie quasi omnipräsent ist).

Am Ende rudert das ehemalige Ermittlerteam auf der großen See und genießt die Schöpfung Gottes. Und so schwer es Scully auch fällt, sie verzeiht Father Joseph seine Pädophilen Neigungen, wie auch Jesus es getan hätte. I Want to Believe schneidet so viele dieser diffizilen Diskurse an, findet bisweilen auch Antworten, wirkt letzten Endes dann aber doch ein wenig überladen. Wären da nicht die vielen Topoi des Genres, allen voran die Optik des Father Joseph, die er einfach zu übernehmen scheint, wäre daraus ein wirklich schöner Neu- beziehungsweise Wiedereinstieg geworden. So bleibt I Want to Believe jedoch ein solider Thriller, dessen Plot zwar keine Bäume ausreißt, aber dennoch einiges von Atmosphäre versteht. Aber vielleicht war es bei dem Ganzen schon immer mehr das Wie als das Was. (6.5/10)


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